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Den Respect Girls Song gibts hier bei Soundcloud zu hören!
01 - RESPECT GIRLS by Respect Girls Song
Auszug aus dem Interviews mit der Leiterin des Centre Talma Bettina Lutze- Luis Fernandez über das Projekt "Respect Girls":
Johanna, Regina und Miriam (8b, Katholische Schule Salvator): „Worum geht es bei dem Projekt ‚Respect Girls‘?“
Bettina Lutze- Luis Fernandez:
„Bei ‚Respect Girls‘ geht es darum, dass in vielen Hip Hop- Texten oft zu Gewalt aufgerufen wird und dass die Texte häufig sehr frauenfeindlich, sexistisch oder homophob sind. Oft wird eine bestimmte Gruppierung diskriminiert. Am Anfang waren es nur ‚leichte‘ Schimpf- und Kraftwörter. Inzwischen werden Sexualpraktiken und Gewaltaktionen beschrieben. Deswegen übersetzten wir viele der angesagten Texte, um zu überprüfen ob sie "clean" sind. Wenn sie es nicht sind, schneiden wir die Textstellen heraus oder verwenden von vornherein nur ‚cleane‘ Songs zu denen wir Hip Hop tanzen.“

Johanna, Regina und Miriam: „Wie wird ‚Respect Girls‘ aufgenommen?“
Bettina Lutze- Luis Fernandez:
„Von den Zuschauern wurde Respekt Girls sehr positiv aufgenommen. Viele Leute haben die T-Shirts nachgefragt.“
Das gesamte Interview gibts hier als PDF zum downloaden!
STERNE DES SPORTS

Der „Große Stern des Sports“ in Bronze für Reinickendorf geht an den Verein für Sport und Jugendsozialarbeit.
Gewalt scheint in Deutschland in vielen Jugendkulturen auf dem Vormarsch zu sein. Gerade in Berlin sind gewalttätige Auseinandersetzungen leider fast an der Tagesordnung.

Den Boden für diese Entwicklung bilden die Sprache und den Umgangston miteinander, wenn sie die Gewalt verherrlichen und positiv glorifizieren. Die Gewalt mit all ihren Formen darf aber in unserer Gesellschaft nicht zur Normalität werden. Dieser Auffassung ist auch unserer Preisträger aus dem Bezirk Reinickendorf.
Er hat daher erste Anstrengungen unternommen, schon die Entstehung von Gewalt an der Wurzel zu bekämpfen. Vor wort-gewaltigen Ausdrücken sollen die Menschen wieder Respekt bekommen. Vor allem HipHop- Kultur und Rap- Musik haben in diese Richtung ein schlechtes Image. Es gibt immer wieder vor allem männliche Sänger, die mit ihren Worten und Sätzen die Gewalt als Mittel der Konfliktlösung umschmeicheln.

Mit diesem Trend will sich unser Sportverein in Kooperation mit Nachbarvereinen und Schulen in einem Projekt auseinandersetzen. Er hat diese Arbeit seit 2005 in seine bestehenden Dance-Angebote zu Live-Rap für Mädchen integriert. Die Mädchen – aber auch die Jungs als ihre Freunde aus dem Kiez, sollen die Musik nicht nur konsumieren. Sie sollen sich klar machen, was dort gesungen wird. Sie sollen überlegen, was sexistische Hintergründe in Wirklichkeit bedeuten.
Natürlich dürfen die Jugendlichen den Spaß am Tanzen nicht verlieren. Aber bei der Auswahl der Musik sollen sie mit mehr Umsicht und Respekt vorgehen. Immer wieder sollen schlechte und missverständliche Textpassagen angesprochen und verdeutlicht werden.
Weitere Infos hier als PDF downloaden!